Herzlich Willkommen

Als Angehörige haben wir in 2009 den Verein „Leben wie ich bin – Selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit Demenz“ gegründet und eine Wohngemeinschaft mit dem Ziel aufgebaut, ein selbstbestimmtes Wohnen für unsere betroffenen Mütter, Väter und Partner zu organisieren.

Mit sehr viel persönlichem Engagement ist es uns gelungen, für unsere demenzerkrankten Ehepartner, Mütter und Väter einen abwechslungsreichen Alltag mit einer Rund-um-die-Uhr-Pflege zu verbinden. Durch diese verantwortliche Übernahme der Organisation von uns Angehörigen und der geteilten Verantwortung mit dem ambulanten Pflegedienst Altenburg & Schramm ist die Zufriedenheit mit der Wohn- Lebenssituation sehr hoch. Als Angehörige fühlen wir uns als Teil des Ganzen und engagieren uns dafür.

Wir bitten um Unterstützung für unsere Ausflüge und Konzertbesuche.

Auch eine kleine Spende kann uns helfen.
Eine Spendenbescheinigung stellen wir gerne aus.



Als Angehörige übernehmen wir die Verantwortung. Jeder Angehörige hat einen Aufgabenbereich – vom Einkauf neuer Töpfe, der Verwaltung der Haushaltskasse bis zum Einzug neuer Bewohner. Damit sind wir Teil des Ganzen. Anders als andere Wohngemeinschaften, die von Diensten organisiert werden, haben wir alles selbst organisiert - von der Planung der Umbaumaßnahme der Wohnung, der Einrichtung bis zur Auswahl des Pflegedienstes.

Die ambulante Rund-um-die-Uhr-Pflege und -Betreuung wird vom Pflegedienst „Altenburg & Schramm“, Potsdam, hervorragend umgesetzt. Die Mitarbeiter/innen, je Schicht zwei, in der Nacht eine, begleiten unsere 8 demenzerkrankten Angehörigen sehr liebe- und würdevoll. Täglich zeigen sie eine hohe Bereitschaft sich einzufühlen, um Wohlbefinden für alle herzustellen. Ihnen gilt unser großer Dank!



November 2020

Jurypreis — Gemeinsam für Potsdam

Die Wohngemeinschaft hat mit Ihrem Vorhaben bei dem Spendenwettbewerb „Gemeinsam für Potsdam“ den „Jurypreis“ in Höhe von 1.000 € gewonnen. Zudem unterstützte uns die Mittelbrandenburgische Sparkasse mit einer Spende für Sachmittel, um die Digitalisierung der WG und die virtuelle Kontakterhaltung in Corona-Zeiten zu befördern. Vielen Dank dafür und an alle, die dabei mitgeholfen haben!

Soziale und kulturelle Teilhabe sind für Menschen mit Demenz zentrale Lebenshilfe. Nur durch das gemeinsame Erleben eines sinnvollen Tagesablaufes, der Wertschätzung und der Versicherung im Kontakt miteinander zu sein, gelingt ein besserer Umgang und Lebensqualität. Dies versuchen wir täglich in unserer in geteilter Verantwortung organisierten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz umzusetzen.Seit Ausbruch des Corona-Virus und des damit verbundenen Lockdowns und Eindämmung der Kontakte können wir uns, dank der finanziellen Förderung ganz neu aufstellen und neue kreative Wege gehen.

Mit der Anschaffung eines großen internetfähigen TV in Verbindung mit dem Kauf eines großen Tablet sind wir nun, trotz Eindämmungsverordnung, miteinander auf eine andere Art stärker verbunden. Die ersten Zoom WG Treffen verliefen gut, es muss zwar noch kräftig geübt werden, aber Angehöriger, Mitarbeiter und Bewohner freuen sich, sich auf diese Weise einmal zu zuwinken und soziale Bindung zu festigen. Auch der Internetzugang des großen Fernsehers bereichert den Alltag der Bewohner sehr – so viele Schlagernachmittage zum Mitsingen hatten wir noch nie. Durch die Youtube Verbindung lassen sich alle Melodien abspielen und fröhliches Beisammensein fördern. Viele weitere Anwendungen sind möglich. Das werden wir nun nach und nach ausprobieren.


Durch eine Spende der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG konnten wir mit allen Beteiligten gemeinsame Schulungen durchführen und das Praxishandbuch, mit einer Anleitung zum Aufbau von selbstverantwortlich organisierten ambulant betreuten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, erarbeiten. Dieses ist leider derzeit ausverkauft aber als PDF unter Material & Downloads herunterzuladen.